Ceramide lll B

Als elementarer Bestandteil der Hornschicht stabilisieren die Ceramide die natürliche (Haut-) Schutzbarriere und tragen so zur Vorbeugung eines übermäßigen Feuchtigkeitsverlustes bei. Gleichzeitig verhindert eine stabile und gesunde Hautbarriere aber auch das Eindringen von Fremdstoffen, die Entzündungen und Juckreiz verursachen können. Ein Mangel an Ceramiden kann daher für trockene und gereizte Haut verantwortlich sein.

Das hochreine Ceramid lll B wird über einen biofermentativen Prozeß hergestellt und ist identisch mit Ceramiden, die in der menschlichen Haut vorkommen. Es ist schon bei geringen Konzentrationen in der Lage, die Erneuerung der natürlichen Hautbarriere zu unterstützen und den Feuchtigkeitsverlust zu normalisieren und die Wirkung von Umwelteinflüssen zu mindern.

Im Gegensatz zu Ceramide lll ist bei dem Ceramid lll B das Phytosphingosingerüst nicht mit Stearinsäure sondern mit der einfach ungesättigten Ölsäure azyliert. Ceramide lll B haben daher einen niedrigeren Schmelzpunkt, sind besser öllöslich und zeigen eine deutlich geringere Neigung zum Auskristallisieren als Ceramide lll.

Laut Hersteller ist grundsätzlich die Verarbeitung von allen Ceramiden anspruchsvoll, nichtsdestotrotz ist aber das Ceramide lll B aufgrund der niedrigeren Schmelztemperatur (Ceramide lll B: 98 - 108 °C; Ceramide lll: 123 - 128 °C) und seiner besseren Öllöslichkeit als das Ceramide lll besser und erfolgsversprechender zu verarbeiten.

Bei Raumtemperatur ist das pulverförmige Ceramid in allen gängigen Ölen und Emollients nahezu unlöslich. Daher ist für eine klare Lösung der Ceramide lll B das Erwärmen der Ölphase auf mindestens 90 °C notwendig. Es empfiehlt sich, die Ceramide erst in unempfindlichem Neutralöl zu lösen und dann die anderen Komponenten der Ölphase - aufgeschmolzen und ebenfalls auf mindestens 90 °C erwärmt - zuzugeben. Es ist sehr wichtig für das Gelingen der Emulsion, dass die Ceramide vor und während des Emulsionsprozesses komplett klar in der Ölphase gelöst sind; das bedeutet, dass bis zum Ende des Emulsionsprozesses die Wasser- und die Ölphase mindestens 90 °C warm sein müssen! Wenn die Temperatur zu niedrig ist, läuft man Gefahr, dass die Ceramide sofort oder auch später noch auskristallisieren.

 

INCI: Ceramide 3 / Ceramide NP

 

Einsatzkonzentration: 0,05 - 0,5 %

 

Schmelztemperatur: 98 - 108 °C

 

Verarbeitung: s.o.

 

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